Lexikon

 

Diamant: Mineral aus Kohlenstoff, welches zumeist in oktaederförmigen Kristallen vorkommt. Diamant ist das härteste bekannte Mineral, mit einer Härte von 10 auf der Härteskala nach Mohs. Diamanten werden in Carat bemessen, einem Gewichtsmaß, benannt nach dem Samen des Johannisbrotbaumes. Ein Carat wiegt 0.2Gramm. Eine grobe Qualitätseinteilung findet durch die sogenannten 4 C's Cut, Colour, Clarity und Carat (Schliff, Farbe, Reinheit und Carat) statt, wobei sich diese 4 C`s in über 150 Qualitätsstufen unterteilen.   

Brillant: gebräuchliche Kurzform von Brillantschliff. Nur Diamanten im Brillantschliff dürfen mit der Kurzform "Brillant" benannt werden, andere Minerale müssen definiert benannt werden z.B. Rubin im Brillantschliff. Der Brillantschliff ist klar definiert und zeichnet sich durch 56 Facetten aus, wodurch im Diamant nahezu alles, von oben in den Stein einfallende Licht, nachdem es in seine Spektralfarben gebrochen worden ist, wieder nach oben aus dem Stein austritt. 

Gold: chemisches, zu den Edelmetallen gehörendes Element, welches neben Kupfer das einzige farbige Metall darstellt. Gold wird in der Schmuckherstellung zumeist mit anderen Metallen legiert verarbeitet. Die wohl gebräuchlichsten Legierungen in der Goldschmiedwerkstatt sind die 585/000 und die 750/000 Legierung, wobei diese Zahl die Gewichtsanteile des Goldes pro tausend Teile angibt.

Silber: chemisches, zu den Edelmetallen gehörendes Element. Silber wird in der Schmuckherstellung zumeist mit anderen Metallen legiert verarbeitet, dient aber auch als Legierungsbestandteil in Goldlegierungen. Die wohl gebräuchlichste Silberlegierung in der Goldschmiedewerkstatt ist die 925/000 Legierung, auch Sterlingsilber genannt. Die Zahl gibt die Gewichtsanteile des Silbers pro tausend Teile an.

Kupfer: chemisches, nicht zu den Edelmetallen gehörendes Element. Kupfer wird in der Schmckherstellung zumeist als Legierungsbestandteil von Silber- oder Goldlegierungen verwendet. Neben Gold ist Kupfer das einzige farbige Metall.

Rubin: Mineral aus Korund, eigentlich lediglich die rote Varietät des Saphirs, wobei die rote Erscheinung dieses Korundes durch minimale Chrom Beimengungen im Mineral hervorgerufen wird. Korund ist eines der härtesten Minerale mit einer Härte von 9 auf der Härteskala nach Mohs. Wie alle Edelsteine werden Rubine in Carat bemessen, einem Gewichtsmaß benannt nach den Samen des Johannisbrotbaumes. Ein Carat wiegt 0.2 Gramm.

Saphir: Mineral aus Korund, welches alle farblichen Varietäten unter diesem Namen vereint, wobei die farbige Erscheinung dieser Korunde durch winzige Beimengungen anderer Elemente hervorgerufen werden. Korund ist eines der härtesten Minerale mit einer Härte von 9 auf der Härteskala nach Mohs. Wie alle Edelsteine werden Saphire in Carat bemessen, einem Gewichtsmaß benannt nach den Samen des Johannisbrotbaumes. Ein Carat wiegt 0.2 Gramm.

stabilisiertes Holz: Hölzer die im Vakuum mit Expoxidharzen komplett durchtränkt werden, wodurch sie für die Schmuckherstellung bauchbar werden. Stabilisierte Hölzer werden durch diesen Vorgang zu Kompositwerkstoffen, die sich durch erhöhte Bruchsicherheit, Wasserfestigkeit sowie bedingte Säurefestigkeit auszeichnen, ohne die charakteristische Maserung des Holzes zu verlieren.

Mokume Gane:  japanische Schmiedetechnik, welche die Maserungen, die bei der japanischen Schwertschmiedetechnik entstehen, in den Edelmetallbereich überträgt. Anders als bei der Stahlverarbeitung, können Edelmetalle jedoch nicht glühend geschmiedet oder gefaltet werden, daher ist die Ausgangslage eine Andere. Nach der Verschweißung verschiedenfarbiger Edelmetallplatten, werden diese, durch verschiedene Umformungstechniken, bearbeitet. Eine optische Varietät dieser Schmiedetechmnk leitet sich schon aus dem Namen ab, dieser bedeutet übersetzt "Holzmaserng in Metall".

Edelstein: Minerale die sich durch Schönheit, Seltenheit und Härte auszeichnen, werden als Edelsteine bezeichnet. Minerale oder andere Gesteine, die diese Qualitäten nicht aufbringen, jedoch auch als Schmucksteine verwendet werden, wurden früher im Volksmund, fälschlicherweise  Halbedelsteine genannt. Halbedelsteine gibt es jedoch genausowenig, wie es halb schwangere Frauen gibt.

Aquamarin: Mineral aus Beryll, eine durchsichtige, zart-wasserblaue Varietät dieses Mnerals. Aquamarin hat die Härte von 7.5-8 auf der Härteskala nach Mohs. Wie alle Edelsteine werden Aquamarine in Carat bemessen, einem Gewichtsmaß benannt nach den Samen des Johannisbrotbaumes. Ein Carat wiegt 0.2 Gramm.

Citrin: Mineral aus Quartz, eine zitronengelbe Varietät dieses Minerals. Citrin hat die Härte von 7 auf der Härteskala nach Mohs. Wie alle Edelsteine werden Citrine in Carat bemessen, einem Gewichtsmaß, benannt nach den Samen des Johannisbrotbaumes. Ein Carat wiegt 0.2 Gramm.

Amethyst: Mineral aus Quartz, eine violette Varietät dieses Minerals. Amethyst hat die Härte von 7  auf der Härteskala nach Mohs. Wie alle Edelsteine werden Amethyste in Carat bemessen, einem Gewichtsmaß, benannt nach den Samen des Johannisbrotbaumes. Ein Carat wiegt 0.2 Gramm.

Tahitiperle: Perlen entstehen durch Ummantelung eines Fremdkörpers im Inneren einer Auster durch Calciumcarbonat. Qualitätsunterscheidungen werden bei Perlen durch Farbe, Größe, Lüster (Glanz), Oberflächenqualität und Form getroffen. Tahitiperlen entstehen in einer betimmten Austernart in Polinesien. Tahitiperlen schwanken in ihrer natürlichen Farbgebung zwischen Schwarz, bis hin zu hellem Anthrazit. Perlen haben die Härte 3.5-4 auf der Härteskala nach Mohs.

Akoyaperle: Perlen entstehen durch Ummantelung eines Fremdkörpers im Inneren einer Auster durch Calciumcarbonat. Qualitätsunterscheidungen werden bei Perlen durch Farbe, Größe, Lüster (Glanz), Oberflächenqualität und Form getroffen. Akoyaperlen sind die gebräuchlisten Zuchtperlen und werden unter Anderem in China, Japan und Vietman gezüchtet. Perlen haben die Härte 3.5-4 auf der Härteskala nach Mohs.

Südseeperle: Perlen entstehen durch Ummantelung eines Fremdkörpers im Inneren einer Auster durch Calciumcarbonat. Qualitätsunterscheidungen werden bei Perlen durch Farbe, Größe, Lüster (Glanz), Oberflächenqualität und Form getroffen. Südseeperlen werden unter anderem in Australien und Polinesien gezüchtet und zeichnen sich sowohl durch ihre Größe, wie auch durch ihre weiße bis weiß-silbrige Farbe aus. Perlen haben die Härte 3.5-4 auf der Härteskala nach Mohs.

Schmuck: seit mehr als 100.000 Jahen schmücken sich Menschen um Individualität, Macht oder Wohlstand widerzuspiegeln. Im Wandel der Zeit ist der Aspekt der Machtdemonstration dabei weitestgehend in den Hintergrund getreten, Relikte aus dieser Epoche sind z.B. Krone, Zepter, Reichsapfel oder auch die heute noch zu offiziellen Anlässen getragene Bürgermeisterkette. Heutzutage schmücken sich Menschen weitestgehendst, um ihrer Individualität Ausdruck zu verleihen.

Trauring: in der heutigen Zeit symbolisieren Trau- oder Eheringe die Verbundenheit der Eheleute, daher ist der Trauring auch niemals unterbrochen gearbeitet, da er die Unendlichkeit symbolisieren soll. Trauringe wurden bereits seit der Antike getragen, üblicherweise jedoch nur von der Frau, denn der Trauring war zugleich ein Zeichen des Erhalts der Mitgift. Heutzutage ist es üblich, den Trauring der Frau mit einem Brillanten zu versehen, was jedoch nicht zu allen Zeiten so war, denn z.B. im Mittelalter war das Tragen von Diamanten nur den Männern vorbehalten.

Synthetischer Edelstein: ein von Menschen hergestelltes Mineral, welches aus den gleichen Stoffen wie das natürlich vorkommende Mineral besteht und weitestgehendst die geleichen Eigenschaften aufweist. Erste synthetische Edelsteine wurden auf der Weltausstellung im Jahre 1889 in Paris vorgestellt.

Härteskala nach Mohs: auf der Grundlage, dass härtere Stoffe weichere Stoffe einritzen können, baute Friedrich Mohs seine Härteskala auf, die auch heute noch zur Härtebestimmung von Edelsteinen herangezogen wird, dennoch ist sie nur als eine eher grobe Einteilung zu sehen. Der Diamant ist zwar auch bei Mohs wie in allen gängigen Prüfverfahren härter als der Korund (z.B. Saphir), gemessen an der Schleifhärte jedoch ist der Diamant 140-mal härter als der Korund.

Legierung: eine Mischung aus unterschiedlichen Metallen, um deren Eigenschaften wie z.B. Farbe, Härte oder Schmelztemperatur zu beeinflussen. Im Schmuckbereich wurden lange reine Zwei- oder Dreistofflegierungen verwendet, was auch zu der Überlieferung führte, dass eine 750/000 Goldlegierung weicher sei als eine 333/000 Goldlegierung. Heutzutage werden solche Legierungen meist nicht mehr verwendet und heutige 750/000 Goldlegierungen haben nahezu den gleichen Härtegrad wie eine 333/000 Goldlegierung. Die bekannteste Goldlegierung wird wohl die Weißgoldlegierung sein, die durch Beimengungen von Platin oder Palladium die gelbe Farbe des Goldes zu entkräften versucht.

Platin: chemisches, zu den Edelmetallen gehörendes Element. Platin wird in der Schmuckherstellung zumeist mit anderen Metallen legiert verarbeitet, dient aber auch als Legierungsbestandteil in Goldlegierungen. Die wohl gebräuchlichste Platinlegierung in der Goldschmiedewerkstatt ist die 950/000 Legierung. Die Zahl gibt die Gewichtsanteile des Platins pro tausend Teile an.

Palladium: chemisches, zu den Edelmetallen gehörendes Element. Palladium wird in der Schmuckherstellung zumeist mit anderen Metallen legiert verarbeitet, dient aber auch als Legierungsbestandteil in Goldlegierungen. Die wohl gebräuchlichste Palladiumlegierung in der Goldschmiedewerkstatt ist die 950/000 Legierung. Die Zahl gibt die Gewichtsanteile des Palladiums pro tausend Teile an.

Rhodium: chemisches, zu den Edelmetallen gehörendes Element. Rhodium wird in der Schmuckherstellung zumeist als galvanischer Überzug von Gold- oder Silberlegierungen verwendet, um einen härteren Weißton zu erzeugen und das Silber vor dem Anlaufen zu schützen.

Niello: eine schon im alten Ägypten bekannte Legierung aus Silber, Kupfer, Blei und Schwefel von tiefschwarzer Farbe, die auch als "Tula" bekannt ist. Niello wird als niederschmelzende Legierung in vorher eingebrachte Gravierungen oder ähnliche Vertiefungen des Schmuckstücks eingeschmolzen. Niello ist lediglich eine Zier-Legierung, da sie auf Grund ihrer Materialeigenschaften nicht weiter bearbeitet werden kann.
 
Granulation: eine etruskische Arbeitsweise, bei der kleine Goldkügelchen auf das Schmuckstück aufgelegt werden, um damit eine andere Oberfläche zu erreichen oder aber auch, um mit diesen Kügelchen die unterschiedlichsten Muster aufzubringen. Nach der Positionierung der Kügelchen auf dem Schmuckstück, werden beide durch ein chemisches Lot miteinander verbunden.
 
Tauschierung: dabei werden farblich unterschiedliche Metalle in Gravierungen oder ähnliche Vertiefungen des Schmuckstücks eingebracht, um den farblichen Kontrast zu erhöhen. Schon aus der Broncezeit sind solche Arbeiten erhalten.
 
Email: in Gravierungen oder ähnliche Vertiefungen bzw. Durchbrechungen des Schmuckstücks wird ein Glasfluss eingeschmolzen, um farbliche Akzentierungen zu schaffen. Email wird sowohl undurchsichtig, wie auch als durchsichtige Variante verarbeitet und erste erhaltene Arbeiten sind über 3000 Jahre alt.